Wir feiern 50 Jahre Sehsüchte!

Wie könnte man 50 Jahre Sehsüchte besser feiern, als mit einem Rückblick auf das vergangene halbe Jahrhundert in Form einer digitalen und analogen Ausstellung? In den letzten Monaten hat das neue und einmalige History-Ressort genau daran gearbeitet.

Wir, Katharina und Cansin, haben in hochschulinternen Archiven gewühlt, ehemalige Sehsüchtler:innen ausfindig gemacht und interviewt. Wir haben uns auf die Spur des Festivals begeben, um die Anfänge aufzuarbeiten und uns dabei durch 36 Programmhefte und 184 Pressedokumente gelesen. All das, um unseren Festivalbesucher:innen das Ergebnis offline auf dem Festival-Campus und hier auf unserer Webseite zu präsentieren.

Cansin (l) und Katharina (r) bei der Arbeit

Was ist alles in 50 Jahren passiert?

Ihren Ursprung hat Sehsüchte im Frühjahr 1972 mit den sogenannten FDJ-Studententagen der Hochschule für Film und Fernsehen. Damals in Form einer mehrtägigen Leistungsschau, präsentierten Studierende, die Mitglieder der FDJ (Freie Deutsche Jugend) waren, hochschulinterne Filmprojekte, Übungen und wissenschaftliche Arbeiten.

FDJ-Studententage (1982)

1977 öffnete die HFF erstmals ihre Tore für eine Delegation von Filmschulen des sowjetischen Auslandes, die ihre eigenen Projekte auf den Studententagen vorstellten. Knapp 10 Jahre später, kurz vor dem Mauerfall, waren erstmals auch westdeutsche Filmhochschulen vertreten. Mit der Wende wurde die FDJ aus dem Namen gestrichen – die Studententage hießen von nun an “Internationale Studententage”: Dabei wurde der Wunsch nach einem wachsenden Festival groß. Anfang der 1990er waren zahlreiche westeuropäische Länder vertreten, darunter: England, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Österreich. Trotz eines international breit aufgestellten Programms kamen 1992 kaum Gäste zu den Studententagen – für die Organisator:innen eine Katastrophe. 

1993 und 1994 entschied man sich, die Studententage nicht mehr an der HFF zu veranstalten, sondern in das bereits bestehende Potsdamer Filmfest zu integrieren. Doch auch hier blieben die Kinos dünn besucht und das Studierendenfilmfestival stand kurz vor dem Aus. 1995 kam dann der Neubeginn – unter neuer Führung und unter neuem Namen: Sehsüchte! Drei Studierende des 93/94 neu eingeführten Masterstudiengangs AV-Medienwissenschaft entschieden sich, die Veranstaltung an der HFF neu aufleben zu lassen.

Das Sehsüchteteam in Aktion (2001)

Seitdem entwickelte sich das Festival zum größten Studierendenfilmfestival Europas. 2002 kommt ein Logo dazu: die Flamme, die das Festival seither in verschiedenen Variationen begleitet. Von nun an werden neue Sektionen geboren, wieder verworfen oder weiterentwickelt. Das Rahmenprogramm bietet jährlich neue Höhepunkte zur Festivalwoche sowie prominente Gäste, Jurymitglieder und Filmschaffende: Steigende Besucher:innenzahlen generieren dem Festival internationale Aufmerksamkeit. 

Wolfgang Joop (r) verleiht 2000 seinen Wunderkindpreis an Wiltrud Baier (l) und Sigrun Köhler. Foto: Andy Heller 

Natürlich können 50 Jahre Sehsüchte nicht mit 2000 Zeichen abgedeckt werden. Aus diesem Grund findet ihr zum 50. Jubiläum im Zuge der Festivalwoche auf der Webseite eine ausführliche Aufarbeitung der Sehsüchte-Geschichte. Zwischen dem 21. und 25. Juli könnt ihr außerdem bei der Ausstellung in den Atrien der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF vorbeischauen.

Kontakt

50. Internationales Studierendenfilmfestival Sehsüchte
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam-Babelsberg

  +49 (0)331 6202 780

 

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